Linkes Facebook-Mobbing. Andersdenkende werden angepatzt

Facebook Mobbing – Andersdenkende werden angepatzt

Nach der Affäre Silberstein scheint es, als ob seine Methoden wieder stärker ausgeübt werden. Vorläufiger Tiefpunkt solcher Kampagnen war in letzter Zeit die Hetze mittels manipulierter und sinnentstellender Facebook-Postings gegen bürgerliche und konservative Menschen. Stellvertretend für die jene, die solchen ungerechtfertigten Anschuldigungen ausgesetzt waren, konnten wir FPÖ-Mitglied Robert Kiesinger für ein Interview gewinnen.
Herr Kiesinger, Ihnen hat man erst kürzlich vorgeworfen, Sie möchten die Hofburg mit Waffengewalt erobern. Was sagen Sie dazu?

Ich wurde von Freunden vor ein paar Tagen darauf hingewiesen, dass es einen Zeitungsartikel in einigen Gratis-Zeitungen in Wien gab, die behaupten, ich hätte zu einem bewaffneten Sturm auf die Hofburg aufgerufen. Ich wusste im ersten Moment gar nicht, was damit gemeint war, erst als ich diesen Artikel las, erinnerte ich mich an mein Facebook-Posting in meiner Freundesgruppe.

Was haben Sie genau gepostet und was wollten Sie damit aussagen?

Ich bin ja kein großer Freund von Herrn Van der Bellen und habe ihn auch nicht gewählt. Er führte jahrelang eine Partei (Anm. die Grünen), die sich einen Namen als „Verbotspartei“ gemacht hat. Was nicht in ihr ideologisches Konzept passte, musste verboten oder eingeschränkt werden. Ich erinnere nur an die vielen Anti-Autofahrer-Aktionen. Oder der Zwang, alles und jeden bevormunden oder reglementieren zu wollen: Raucher, Dieselfahrer, diverse Energieformen und ähnliches. Eben alles, was nicht zur ideologischen Marschrichtung der ehemaligen Ökopartei passt. Die Hofburg mit ihrer Belegschaft, die sich hauptsächlich aus ehemaligen Grünen zusammenstellt, ist jetzt die letzte Bastion dieser Verbotsgesinnung nachdem die Grünen abgewählt wurden. Schauen Sie sich einfach an, zu welchen Themen Van der Bellen sich zu Wort meldet und zu welchen Themen er beharrlich schweigt. Hier ist die ideologische Ausrichtung der Hofburg eindeutig erkennbar. Für einen politisch Andersdenkenden ist die Hofburg, sinnbildlich, zu einem Gefängnis der freien Meinung geworden. Es bleibt natürlich Herrn Van der Bellen überlassen, wie er das Amt auslegt, allerdings ist eine derartig einseitige Stellungnahme zu tagespolitischen Themen nicht die Aufgabe eines Bundespräsidenten. Bei so einem umstrittenen Amtsverständnis darf er sich nicht wundern, wenn er nicht auf ungeteilte Zustimmung stößt, sondern oft der sprichwörtliche Stein des Anstoßes ist.

Warum haben Sie zu Ihrem Posting ein Bild der Bastille aus der französischen Revolution dazugeladen?

Das war Zufall. Nachdem ich die Feierlichkeiten anlässlich des französischen Nationalfeiertags im Fernsehen mitverfolgt hatte, und dieser Tag ein Tag der Freude und Befreiung von Meinungszensur und Gesinnungsunterdrückung war, ist mir das als erstes eingefallen. Mein Posting bezog sich aber leicht erkennbar auf den „Inhalt“ der Hofburg und in keiner Weise auf einen „bewaffneten Sturm“.

Und wie ist dieses anonyme Internetportal dann auf diese Idee gekommen?

Mit Tricks. Um diesen Eindruck zu erwecken, mussten sie „kosmetisch“ nachhelfen. Also manipulieren. Offensichtlich werden Postings von politisch Andersdenkenden systematisch abfotografiert und archiviert. Ich hatte im März 2017 ein Foto eines Schießkellers auf Instagram gepostet. Als Waffenbesitzer ist man verpflichtet, den Gebrauch der Waffe regelmäßig zu trainieren und dies mit einem Waffenführerschein nachzuweisen. Bei so einem Anlass habe ich dieses Foto gemacht. Es wurde also, um die gewünschte Deutung meines Postings zu erreichen, ein harmloses Foto, völlig aus dem Zusammenhang gerissen, zu meinem Posting hinzugefügt um ihm eine neue Bedeutung zu geben. Dann wurde daraus eine Mutmaßung konstruiert und diese Mutmaßung verteufelt. Diese manipulierte Aussage wurde dann an regierungskritische Zeitungen geschickt, die es ohne mein Original-Posting veröffentlicht haben.

Die Zeitungen haben Sie nicht kontaktiert um den Inhalt zu bestätigen?

Nein, niemand. Dass linksextreme anonyme Internetportale unseriös sind, ist klar, dass allerdings Mainstreammedien, die sich auf die Fahnen heften, „seriösen Journalismus“ zu betreiben, nicht recherchieren, ist verantwortungslos und fahrlässig, wenn nicht sogar vorsätzlich. Den Vorwurf, ein anonymes linksextremes Hetzportal als Quelle zu verwenden, müssen sich diese Medien gefallen lassen, das ist wahrlich ein Niedergang der Pressearbeit. Viele aufrichtige Menschen, vor allem Politiker der FPÖ, haben diese Vorgehensweise schon am eigenen Leib erfahren müssen. Ich möchte nur als Stichwort „Liederbücher“ in Erinnerung rufen. Damals wurde auch verleumdet und am Ende war alles nur heiße Luft und nichts dahinter.

Das führt mich gleich zum nächsten Punkt. Die Medien haben behauptet, Sie seien ein FPÖ-Politiker. Welche Funktion haben Sie inne bei der FPÖ?

(lacht) Ich bin kein Politiker und habe keinerlei politische Funktion. Ich bin ein einfaches Mitglied.

Woher stammt dann diese Information?

Gute Frage. Ich kann Euch das auch nicht beantworten, aber es ist der Beweis, dass hier ein Text, ohne Recherche, veröffentlicht wurde. Wenn man davon nicht selbst betroffen wäre, könnte man einfach „lächerlich“ sagen, ist man persönlich davon betroffen, ist dieser Artikel eine eindeutige und mindestens fahrlässige Rufschädigung.

Ist es das erste Mal, dass man Ihre Postings derart manipuliert hat?

Nein, es gab schon davor solche Aktivitäten. Das Rezept dieser Hexenküche ist immer das gleiche: Man nehme ein Posting einer politisch andersdenkenden Person, die man diffamieren möchte. Entweder versucht man die Wortwahl zu kriminalisieren, meistens versuchen sie, bestimmte Wörter als „belastet“, „moralisch verboten“, „rassistisch“ oder „faschistisch“ zu outen. Was natürlich Schwachsinn ist. Am liebsten versuchen sie eine Verbindung zur NS-Zeit herzustellen, denn da reagieren die Menschen verständlicherweise am stärksten und man möchte Andersdenkende in diese Ecke stellen. Kann man keine „bösen“ Wörter finden, versuchen sie den Inhalt zu interpretieren, vorzugsweise wieder Richtung NS-Zeit. Diese erstellten „Beipacktexte“ zu den Postings werden als der zentrale Punkt betrachtet und als Beweis herangezogen, dass der Verfasser ein „Nazi“ sein muss. Hat man sich eine Person ausgesucht, die man verstärkt diffamieren möchte, bedient man sich sogenannter „Fake-Profile“ in den sozialen Netzwerken, damit wird Tag und Nacht herumgestöbert und spioniert. Sie versuchen eine Person häufig zu diffamieren, um sie als „Wiederholungstäter“ zu beschmutzen. Bei jedem neuen Diffamierungsbeitrag werden die alten Diffamierungen wieder hinzugefügt um diesen Eindruck zu konstruieren.

Heißt das, dass diese anonymen Hetzseiten Menschen gezielt und mit System anpatzen?

Genau. Wir wissen ja, dass diese Hetzseiten von bestimmten politischen Kräften finanziert werden. Das heißt, hier werden Gesinnungsspitzel finanziert, um Andersdenkende systematisch auszuspionieren, Screenshots zu produzieren, Fotos zu schießen und Archive anzulegen, um diese bei Bedarf herauszuholen. Es geht darum, breit und umfassend Personen mit Dreck zu bewerfen, damit diese schon beschmutzt in eine etwaige politische Funktion gehen und somit immer wieder mit diesen haltlosen Diffamierungen konfrontiert werden können.